0,50% : Tagesgeld der BOS

  • 0,50% p.a. für Einlagen bis 500.000 €
  • Zinsgutschriften erfolgen jährlich
  • Zins liegt immer über EZB-Leitzins
  • Gleicher Zins für Neu- und Bestandskunden

Mehr Info Zur Bank

1,10% : Monatliche Zinsen

  • 1,00% p.a. für Einlagen bis 50.000 €
  • Zinssatz für 6 Monate garantiert !
  • Zinsgutschriften erfolgen monatlich
  • Über 50.000 Euro 0,30% p.a. Zinsen

Mehr Info Zur Bank

0,90 % & Alles inklusive

  • 0,90% p.a. für ganze Einlagenhöhe
  • Zinsgutschriften erfolgen monatlich
  • Mit Kreditkarte & Girokonto für 0 €
  • Zahlreiche bestätigte Testsiege

Mehr Info Zur Bank

Top Zinsen p.a.

Tagesgeld Steuer

4. September 2009

Zinseinnahmen, die durch eine Geldanlage auf einen Konto oder in einen Depot anfallen, sind zu versteuern, sofern die Jahreseinnahmen den Sparer-Pauschbetrag (ab 1.1.2009) überschreiten. Auch Tagesgeldzinsen werden hier als Einnahmen aus Kapitalerträgen berücksichtigt.

Bis zum 31.12.2008 galt nach § 20 Einkommensteuergesetz Abs. 4, dass bei der Ermittlung der Einnahmen aus Kapitalvermögen nach Abzug der pauschalen Werbungskosten in Höhe von 51 Euro ein steuerfreier Betrag von 750 Euro je Person berücksichtigt wurde. Bei Ehepaaren, die gemeinsam veranlagt werden, ist dieser Sparer-Freibetrag zu verdoppeln. Diese Freibeträge (750 Euro Freibetrag zuzüglich 51 Euro Werbungskostenpauschbetrag je Person) konnten gegenüber den Banken mittels Freistellungsauftrag für Kapitalerträge geltend gemacht werden. Dabei konnte man diesen Betrag für verschiedene Banken aufteilen. Hätte man beispielsweise gegenüber der kontoführenden Bank für das Tagesgeld-Konto einen Freistellungsauftrag in Höhe von 500 Euro geltend gemacht, dann wären erst ab 500 Euro von dieser Bank steuerliche Abzüge von den Tagesgeldzinsen vorgenommen worden.

Bei Einnahmen, die über dem geltend gemachten Freistellungsauftrag lagen, führte die Bank zunächst Zinsabschlag-Steuer in Höhe von 25 % (zuzüglich Solidaritätszuschlag und ggf. auch Kirchensteuer) ab. Die Bank erstellt am Jahresende einen Bescheid über diese Abzüge, die man bei seiner Einkommenssteuer-Erklärung geltend machen kann. Nun berechnet das Finanzamt den tatsächlichen Steuersatz, der durchaus niedriger sein kann. Läge dieser beispielweise bei 12,5 %, so würden die vorgenommen Abzüge von den Tagesgeldzinseinnahmen etwa zur Hälfte vom Finanzamt zurückerstattet.

Daran hat sich ab 1.1.2009 zunächst wenig verändert. Die Freibeträge für den Freistellungsauftrag heißen jetzt Sparer-Pauschbetrag liegen aber immer noch bei 801 je Person und können nach wie vor auf verschiedene Banken verteilt werden. Wird der geltend gemachte Sparer-Pauschbetrag beim Tagesgeldkonto überschritten, dann zieht die Bank nun Abgeltungssteuer statt Zinsabschlagssteuer ab. Der Unterschied ist lediglich, dass mit der Abgeltungssteuer der Höchstbetrag an Belastung für den Steuerzahler abgeführt wird. Wenn er nicht will, dann braucht er auch weiter keine Einkommensteuer-Erklärung über seine Zinseinnahmen mehr zu machen, dann mit der Abgeltungssteuer ist die Steuerzahlung für ihn erledigt. Der Abgeltungssteuersatz beträgt ab dem 1.1.2009 25 % plus Solidaritätszuschlag (dies sind 5,5 % der Abgeltungssteuer) und unter Umständen. Kirchensteuer (die 8 oder 9 % von der Abgeltungssteuer ausmachen).

Für Steuerzahler, deren persönlicher Steuersatz unter diesen 25 % liegt, besteht nach wie vor die Möglichkeit, die Zinseinnahmen vom Tagesgeld in der Einkommenssteuer-Erklärung geltend zu machen, und dann vom Finanzamt die zu viel gezahlte Abgeltungssteuer zurück zu holen.