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Hoffnung auf steigende Tagesgeldzinsen

23. Juli 2010

Die Zeit seit Ende 2009 und zum Teil schon vorher wird für die Sparer in Deutschland nicht gerade als Hochzins- und Rekord-Phase in die Geschichte eingehen. Bei fast allen Anbietern von Tagesgeldkonten waren die Zinssätze von vormals bis zu fünf Prozent auf Wert abgesunken, die vereinzelt nach Einbeziehung der steigenden Inflationsrate für die Anleger fast gar keine Rendite ermöglichen. Sehr zum Leidwesen der Kunden, die sich mit Tagesgeld und Festgeldkonten auf der sicheren Seite wähnten, nachdem sich etliche Geldanlagen in erster Linie aus riskant und verlustreich für den Durchschnittskunden erwiesen hatten.

Auch momentan handelt es sich bei den Tagesgeldkonten, bei denen die Zinssätze angehoben werden, eher um seltene Ausnahmen. Vielfach sind die Anbieter Unternehmen, die erst ganz frisch den Schritt auf den Markt gewagt haben und aus diesem Grund mit hohen Verzinsungen auf sich aufmerksam machen wollten.

Doch auch diese Kontomodelle sind insofern nur bedingt eine Hilfe. Denn die Hoffnung, die Konditionen der anderen Konten im Bereich Tagesgeld könnten aufgrund der stärkeren Konkurrenz steigen, waren weitestgehend leider eher unbegründet. Für mehr als einen minimalen Aufschwung im Interesse der Anleger taugen die neuen Tagesgeldkonten somit derzeit erst einmal nicht. Zumindest nicht im großen Stil, denn die Reaktionen anderer Institute fielen mit einem Plus von maximal 0,1 bis 0,3 Prozentpunkten harmlos aus. Die Frankfurter Finanzberatung FMH spricht dennoch von berechtigtem Optimismus. Das Unternehmen erstellt seit einiger Zeit den so genannten Tagesgeld-Index. Für die Erstellung dieses Index werden die Daten von insgesamt 125 Tagesgeldkonten genutzt. Die Entwicklungen dieses Wertes lassen erkennen, dass wenigstens die dauerhafte Dürreperiode allmählich überstanden sein könnte. Um 125 Basispunkte stieg der Index-Wert zuletzt auf einen Stand von 1,0 Prozent.

Kunden nur selten zum Tagesgeldkonto-Wechsel bereit

Dies kann dahingehend gedeutet werden, dass der erwartete Tiefststand nun endlich überstanden sein könnte. Allerdings erweisen sich die verfügbaren Produkte in der jetzigen Situation des Marktes vorrangig für neue Kunden als erfreulich. Bei einigen Konten sprechen die Konto-Anbieter dieser Tage sogar Zinsgarantien für einige Monate bis zu maximal einem ganzen Jahr aus. Für Bestandskunden jedoch zeigt der Zinspfeil noch immer bei vielen Konten nach unten. Die Spezialisten der Finanzberatung wissen auch, weshalb sich die Anbieter der Konten nach wie vor mit Zinsanhebungen zurückhalten. Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung ist wohl die eher geringe Bereitschaft zum Kontowechsel bei den Kunden. Bisher nutzen nur ein geringer Anteil der Tagesgeld-Nutzer die Möglichkeit, ihre Einlagen immer wieder zu einem anderen, besser verzinsten Konto abzuziehen, um sich eine bessere Jahresrendite zu verschaffen.

Um ihrer Unzufriedenheit mit einem Kontowechsel Luft zu machen, braucht es scheinbar größere negative Zinsschritte. Doch genau diesen Gefallen tun die Anbieter von Tagesgeldkonten ihrer Kundschaft nicht. Sie reduzieren den jährlichen Zinssatz vorsichtig und Schritt für Schritt. So fällt vielen Kunden gar nicht wirklich auf, dass binnen weniger Monate deutliche Zinssenkungen in die Tat umgesetzt wurden. Doch es gibt ohnehin Hoffnung. So äußern aktuell Bankenexperten, dass schon bald die erhoffte Trendwende kommen könnte. Denn auch wenn die Banken derzeit kein frisches Kapital benötigen. Sollte es zu den neuen Regeln für den Finanzmarkt kommen, werden viele Banken mehr Geld einnehmen müssen. Hier wird sich unter anderem die neue Vorgabe für die Eigenkapitalausstattung auswirken. Und wie kommen Banken an die Ersparnisse der Kunden? Durch höhere Renditen beim Tagesgeldkonto oder der Alternative Festgeld. So müssen sich die Sparer also nach Auffassung von Branchenbeobachtern in Geduld üben.